Im Moment wird diskutiert, ob Wale einen wirksamen Beitrag zum Kampf gegen die Klimakrise leisten können. Die nachfolgende Grafik von Hannah Ritchie (Aus: Hannah Ritchie from Sustainability by numbers: Could whales be a solution to climate change? – Erlaubnis zur Nutzung erteilt) thermatisiert mögliche Zusammenhänge.
Informationen:
Man schätzt, dass ein Wal rund 10 t Kohlenstoff in seinem Körper gespeichert hat.
a) Übersetze den Text in der obigen Grafik und beschreibe so, auf welchem Weg Wale der Atmosphäre CO2 entziehen können.
b) Mach eine Abschätzungen, wie viel das über den Weg „Whale fall“ sein könnte. Hinweis:
Es kommt hier nicht darauf an, eine ganz bestimmte Zahl herauszubekommen. Vielmehr solltest du darauf achten, stringent zu argumentieren und geeignete Abschätzungen zu machen.
Auch die wissenschaftlichen Schätzungen gehen weit auseinander. Zu deiner Orientierung: Sie liegen zwischen 200 000 t und 1,5 Mio. t CO2.
c) Vergleiche deinen berechneten Wert mit den aktuellen jährlichen weltweiten Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger.
d) Fasse zusammen: Wale sind aus gutem Grund (Artenschutz) geschützt. Ist der Kampf gegen die Klimakrise ein weiteres wichtiges Argument?
Veröffentlicht unterAufgaben|Kommentare deaktiviert für Wale schützen für den Klimaschutz?
Zu den beiden wichtigsten Treibhausgasen gehören CO2 und CH4.
Die Daten kann man bei der Databank der WorldBank herunterladen. Die CO2-Emissionen sind hier schon verlinkt. Die zu Methan und weiteren Treibhausgasen kannst du entsprechend herunterladen.
Unter Hilfen findest du eine Beschreibung, wie man Daten bei der Databank der Weltbank recherchiert.
Zu den wichtigsten Treibhausgasen gehören CO2 und CH4
CO2: Es gibt eine Vielzahl von Messstationen rund um den Globus, die die Immissionskonzentration in der Atmosphäre messen. Allen Messreihen ist gemeinsam, dass die Messwerte stetig steigen. Daraus wird der globale Durchschnittswert berechnet.
Die Messstation mit der längsten Erfahrung liegt am Mauna Loa auf Hawei. Deren Daten sind hier deshalb extra aufgeführt.
Unter Hilfen findest du eine Beschreibung, wie man eine csv-Datei in GeoGebra übernimmst.
Eine ausführliche Beschreibung des „Annual Greenhouse Gas Index“ findest du unter https://gml.noaa.gov/aggi/aggi.html.
Zusammenfassung: Der AGGI quantifiziert die Strahlungswirkung langlebiger Spurengase und deren Veränderung im Laufe der Zeit. Der Index basiert auf den Langzeitmessungen der NOAA GML zur Konzentration von Treibhausgasen in der entfernten Atmosphäre an Standorten auf der ganzen Welt. Er wurde entwickelt, um ein Verständnis für die Veränderung der Strahlungswirkung in einem bestimmten Jahr im Vergleich zu 1990 zu vermitteln, einem wichtigen Referenzjahr in frühen globalen Klimaabkommen. Die Ergebnisse des diesjährigen AGGI zeigen, dass die Strahlungsantriebe durch Veränderungen der atmosphärischen Konzentrationen langlebiger Treibhausgase im Jahr 2024 um 54 % höher sind als 1990. Kohlendioxid trägt mit Abstand am stärksten zum Anstieg der Strahlungsantriebe bei.
Im Folgenden findest du eine Reihe von Datensätzen, die schon in Excel- bzw. GeoGebra-Dateien umgewandelt sind. Im ersten Reiter der jeweiligen Excel-Datei ist auch die Quelle angegeben, so dass eine Aktualisierung ohne großen Aufwand möglich ist.
Zeitreihen zu den globalen Durchschnittstemperaturen werden nicht als Absolutwerte angegeben, sondern als Änderungen im Vergleich mit einem festgelegten Zeitraum, sogenannte Temperatur-Anomalien. Sie sind aus mindestens zwei Gründen nicht genau gleich:
Sie nutzen z.T. unterschiedliche Stationen, deren Daten dann zum globalen Durchschnitt zusammengefasst werden.
Das globale CO2-Budget (bezogen auf ein bestimmtes Ziel der maximalen Erwärmung) wird seit 2005 berechnet, das Global Carbon Project (GCP) koordiniert dessen Ermittlung.
In der Westfälischen Rundschau vom 31.10.2017 stand der folgende Bericht:
Genf. Die Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre ist nach Messungen der Klimaforscher noch nie so schnell gestiegen wie im vergangenen Jahr. Das lag neben den Aktivitäten der Menschen auch an dem Wetterphänomen El Nino mit seinen erhöhten Ozeantemperaturen und Dürren in den Tropen, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Montag in Genf berichtete. Dadurch konnten Ozeane und Wälder nicht so viel Kohlendioxid (CO2) aufnehmen wie in den anderen Jahren, Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre betrug 403,3 Teilchen pro Millionen Teilchen (ppm), 2015 waren es 400 ppm.
Aufgaben:
a) Prüfe die Aussagen des Beitrags aus der Westfälischen Rundschau. Die Daten findest du weiter unten. (Tipp: starke El Nino – Ereignisse gab es 1997/98, 2015/16 und 2023/24.)
b) Untersuche, ob die Aussagen auch noch gelten, wenn du die neueren Werte bis heute mit dazu nimmst. Den kompletten Datensatz zu den atmosphärischen CO2-Konzentrationen findest du unter Daten.
Einordnung gemäß Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklungen:
SDG
Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
Kernkompetenzen
Erkennen 1. Aus dem Beitrag die nötigen Informationen entnehmen. 2. Daten zur atmosphärischen Treibhausgas-Konzentration recherchieren. Bewerten 6. Steigungswerte berechnen und vergleichen. Handeln 9. Die Möglichkeiten der Mathematik zur Versachlichung von Kommunikation und ggf. Verständigung nutzen- nicht nur in den sozialen Medien.
Themenbereich
7. Bildung 9. Schutz und Nutzung natürlicher Ressourcen u. Energiegewinnung
mathematische Inhalte
Auswerten von Daten, zu Diagrammen Trendlinien hinzufügen und bewerten.
einsetzbar ab
Jahrgangsstufe 9/10
Veröffentlicht unterAufgaben|Kommentare deaktiviert für „Noch nie so schnell gestiegen …“
Untersuche diese Aussage datengestützt. Hier sind die Daten (Data from database: World Development Indicators, letzte Änderung 28.6.24) im Excel-Format (zum Herunterladen). Du kannst sie auch aus den nachfolgenden Tabellen rauskopieren.
Extreme Armut (weniger als $2,15 pro Tag und Person) bis 2014
Jahr
1990
1993
1996
1999
2002
2005
2008
2011
2014
Jahre ab 1990
0
3
6
9
12
15
18
21
24
alle (Mrd)
5.293
5.557
5.812
6.062
6.308
6.553
6.801
7.054
7.317
Anteil Armut (%)
37.9
35.6
31.1
30.3
26.9
21.6
18.6
14
11.1
Extreme Armut (weniger als $2,15 pro Tag und Person) von 2015 bis 2022
Jahr
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
Jahre ab 1990
25
26
27
28
29
30
31
32
alle (Mrd)
7.404
7.491
7.577
7.661
7.743
7.821
7.889
7.952
Anteil Armut (%)
10.6
10.4
9.6
8.8
8.9
9.7
9.5
9
Veröffentlicht unterAufgaben|Kommentare deaktiviert für Extreme Armut
Die Datei Zeitreihen_D_temp_m_Bundesländer.xlsx enthält die monatlichen Durchschnittstemperaturen 1881 – 2024 gefiltert nach den Bundesländern. (Quelle: DWD)
Wenn du wissen willst, was der Deutsche Wetter Dienst (DWD) sonst noch alles anbietet, schaue auf auf die Seite wichtige Links.
Veröffentlicht unterDaten|Kommentare deaktiviert für Datensätze zum Klimawandel (Deutschland)
Am 11. November 2023 veröffentlichte Maria M (Name abgekürzt) auf Facebook das nachfolgende Bild mit der Botschaft „Da machte das Tanken noch Spaß“. Der Beitrag wurde 23939mal „geliked“, 3723mal geteilt.
Das Originalbild (aus Datenschutzgründen nicht angezeigt) zeigt ein Auto mit Bochumer Kennzeichen, das an einer Tankstelle betankt wird. Die ausgewiesen Preise lauten: Benzin 57,9 Pfg. , Super 64,5 Pfg.
Aufgaben:
Das Entstehungsdatum des Bildes ist nicht bekannt. Aufgrund der Preise (in DM) kannst du aber davon ausgehen, dass es vor dem Ölpreisschock von 1973 entstanden ist, also z.B. 1970.
a) Beschreibe zunächst, was du auf dem Bild siehst und welche Botschaft du hinter diesem Post vermutest. b) Überlege, wie man diese subjektive Wahrbnehmung – möglichst auf der Basis objektiver Daten – überprüfen kann. Einige mögliche Stichworte: durchschnittlicher Arbeitslohn, durchschnittliches Einkommen, Kaufkraft, Verbraucherpreisindex, … c) Formuliere einen Kommentar zum Post – auf der Basis von Daten und deinen Berechnungen. Denke auch über die „Sehnsucht“ nach, die hinter diesem und ähnlichen Beiträgen in den sozialen Medien stecken könnte. d) Beziehe auch die beiden folgenden Kommentare mit in deine Überlegungen ein: – „Mein BMW 320 soff 12-14 l auf der Autobahn. Von Stuttgart nach Hamburg war der Tank in Kassel leer. Heute mit Diesel bei 6,5 l fahre ich 900km also fast das Doppelte. Also kein Vergleich zwischen damals und heute.„ – „Definitv! Gut heute nimmt auch der Staat die Hälfte, damit wir die alternativen Antriebe und den ÖV finanzieren können.„
Diese Aufgabe ist vielleicht nur indirekt einem SDG zuzuordnen. Lernende sollen News und FakeNews analysieren und bewerten können.
Einordnung gemäß Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklungen:
SDG
Ziel 4: inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung
Kernkompetenzen
Erkennen 1. Aus dem Foto die nötigen Informationen entnehmen und Indikatoren für einen Vergleich damaliger und heutiger Kraftstoffpreise finden. 2. Informationen zur Entwicklungen solcher Indikatoren und Preise recherchieren. Bewerten 6. Mit Hilfe mindestens eines Indikators sich kritisch und datenbasiert mit der implizierten Botschaft des Facebook-Posts auseinander setzen. Handeln 9. Die Möglichkeiten der Mathematik zur Versachlichung von Kommunikation und ggf. Verständigung nutzen- nicht nur in den sozialen Medien.
Themenbereich
7. Bildung 12. Mobilität, Stadtentwicklung und Verkehr 15. Armut und soziale Sicherheit
mathematische Inhalte
Auswerten von Daten, Rechnen mit Indices, Prozentrechnung
einsetzbar ab
Jahrgangsstufe 7/8
Veröffentlicht unterAufgaben|Kommentare deaktiviert für Damals hat das Tanken noch Spaß gemacht….?